6. Kapitel | Die Türe

DIE TÜRE


Du siehst deinen Weg
Du siehst die Türe
Du weißt was zu tun ist

Du zögerst

Du siehst deine Zukunft
Du siehst das Licht
Du weißt was Sehnsucht ist

Du weinst

Du siehst deine Vergangenheit
Du siehst die Schatten
Du weißt was Schmerzen sind

Du lachst

Du öffnest die Türe
Du siehst in dein Herz
Du kennst jetzt die Wahrheit

Du liebst

„Ist das so? Habe ich mit dieser Reise eine Türe geöffnet? Liebe ich? Es wird wohl tatsächlich so sein, wie Sternenflaum sagte, dass ich mit der Zeit schon drauf komme. Ich darf nur nicht ungeduldig werden. Eine meine leichtesten Übungen!“

„Vielleicht hilft es dir, wenn wir uns ein bisschen unterhalten? Über die Türe reden?“

„Sternenflaum! Schön, dass du da bist! Ich habe dich schon vermisst, obwohl das ziemlich seltsam klingt, denn ich habe hier überhaupt kein Zeitgefühl. Warst du lange weg?“

„Oder du? Wie lange hast du vor der Türe gestanden?”

„Oh, das war sicher lange. Jahre sogar? Wie ist das möglich?“

„Die Türe beschreibt einen Weg, zu lesen in wenigen Augenblicken, zu gehen manchmal ein Leben lang.“

„Jede Zeile kann ich fühlen, doch was seltsam ist, Flaumi, ich kann die Logik dahinter nicht nachvollziehen, obwohl ich spüre, dass sie da ist. Wie unser Gespräch über die Verletzungen und die Menschenengel. Das ist alles so verquer … Es ist, als würde sich alles, was ich bisher glaubte zu wissen, in mir drin umkehren. Ich weiß ja, dass alles seine zwei Seiten hat …”

„Drei.“

„Drei? Wie das? Oh, sorry, lass mir Zeit bitte, das wird mir gerade zuviel. Ich habe das Gefühl, dass ich mich gleich wieder hinter einer Türe verstecke, und dass, obwohl ich weiß, wie unsinnig das ist. Die Türe existiert ja nicht einmal wirklich … Hat das was mit Nara zu tun? Gibt es in diesem „natürlichstem Raum“ Türen? Sternenflaum, erzähl mir bitte von Nara, sind wir bald da?“


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