20. Kapitel | Zauberkerze

Es ist wie eine Kerze im Inneren.
Eine Zauberkerze die hell leuchtet;
ein warmes, weiches Licht, an dem
du dich nicht verbrennen kannst.
Und, es ist eine Kerze die niemals
abbrennt. Dennoch kann sie ausgehen – 
durch einen starken Sturm zum Beispiel.
Ein Sturm der von außen zu dir nach
innen dringt. Und, der, selbst wenn er
sich wieder legt, Schaden angerichtet hat.

„Manchmal kommt die Kerze auch ins Flackern – wenn Unsicherheit zu spüren ist. Im eigenen Inneren, aber auch mal übertragen von anderen. Und es gibt Situationen, in denen die Kerze langsam auszugehen droht. Wie, wenn ihr der Sauerstoff ausgehen würde. Ganz sacht passiert das, anfangs noch unbemerkt. Doch sobald du es fühlst, gilt es herauszufinden, woran es liegt, dass zu wenig Sauerstoff für die Kerze da ist.“

„Sternenflaum, sag, kommt von außen nicht mehr so viel wie früher? Oder werde ich von außen gerade zu damit überflutet und schließe intuitiv das Ventil? Oder habe ich das Ventil sogar geschlossen, weil ich diesen »Sauerstoff«, den ich so lange bekam, nicht mehr will?°

„Fee, lässt du die Kerze langsam ausgehen und siehst auch noch dabei zu? Wie es immer weniger wird, das Leuchten? Wie so langsam alles abstirbt? Du könntest das Ventil wieder öffnen, ein wenig schon würde genügen. Aber willst du das überhaupt? Doch! Bestimmt willst du das. Denn es ist ein kaltes Gefühl im Inneren ohne die Kerze. Und, wenn sie erst einmal aus ist, wer weiß wie lange es dauert, bis sich dieses absolute Glücksgefühl wieder einstellt, dieses Gefühl der Liebe, das zuständig ist fürs Anzünden der Kerze.“



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