18. Kapitel | Geduld

„Oh liebe Fee, was machst du für ein Gesicht? Eben warst du doch noch ganz glücklich mit deinen Träumen!“

Alles, was du dir erträumst, kannst du auch erreichen oder wenn du ein glasklares Ziel vor Augen hast, wirst du es auch schaffen. Danke. Flaumi! Ich weiß ja, dass dies alles wahr ist. Ich werde es auch erreichen, alles. Aber warum erst „bald“, warum denn nicht schon jetzt? Weil ich noch nicht so weit bin … Danke. Diese Geduld! Ich muss sie wohl noch lernen. Und bis dahin bin ich weiter geduldig, wie paradox!“

„Du möchtest mir also sagen, dass du geduldig bist während du lernen willst, geduldig zu sein?“

„Tja, scheint so, dass ich enorm geduldig bin. Aber Spaß macht es mir nicht. Weil ich denn Sinn dahinter nicht sehe. Wer braucht denn bitte Geduld?“

“Erst ganz zum Schluss ist, wer Geduld hat, schlauer”

Aus dem Buch PALA von Ralf Isau

„Eine liebe Freundin sagte einmal: ‚Lieber Gott schenk mir Geduld, aber bitte jetzt gleich‘ … Ich habe sie als sehr schlau in Erinnerung! Ach Sternenflaum, ich weiß ja, was du mir sagen willst. Es ist ein Weg, alles hat seine Zeit und ein Blümchen wächst mit der Sonne ganz in ihrem eigenen Tempo. Warum fällt es mir so schwer, zu warten?“

„Sieh es nicht als warten, sie es als Zeit der Reifung, des Werdens. Vielleicht darfst du lernen, noch mehr in der Gegenwart, im Jetzt, zu sein. Du träumst ein bisschen zu oft in deine Zukunft hinein. Dann willst du das alles haben, jetzt. Und nicht erst irgendwann. Doch, hast du nicht schon auch erlebt, dass sich die Dinge gut entwickeln, besser als du gedacht hast? Dass einmal einen Tag warten oder wie man so schön sagt, eine Nacht drüber schlafen, völlig neue Perspektiven aufzeigt?“

„Naja okay. Es ist wieder wie mit allem, die Harmonie finden. Hat das was mit Loslassen zu tun? Ich hörte davon schon öfter, doch das kommt mir genau so befremdlich vor, als Geduld positiv zu sehen.“

„Zu beidem brauchst du Vertrauen.“

DEINE WOLKE

Du hast eine Wolke
Hinter dir

Eine schöne
Weiße
Weiche und
Sichere Wolke
Sie beschützt dich
Sie fängt dich auf

Du kannst los-lassen
Von Gedanken
Und Ängsten

Du darfst vertrauen
Dir
Und deinen Gefühlen

Die Wolke
Ist ein Geschenk
Des Himmels
Und der Liebe 

„Die Wolke! Ja, ich erinnere mich an sie. Ich habe sie verschenkt. Es ist eigenartig, wie leicht es einem fällt, anderen zu sagen, sie sollen vertrauen haben.“

„Jetzt schenke ich sie dir.“

„Danke Sternenflaum. Sie ist schön. Wirklich! Und hier kommt es mir ganz natürlich vor, zu Vertrauen … Doch wie wird es sein, wenn ich wieder aufwache? Was ist mit meiner Angst, doch durch die Wolke zu fallen? Wie kann ich mir sicher sein …“



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