13. Kapitel | Ein Traum

Ich renne und renne und komme nicht vom Fleck.
Hinter mir eine große, unheimliche Macht.
Sie verfolgt mich. Ich laufe davon.
Es geht nicht!
Ich möchte schneller laufen.
Die Füße sind schwer wie Blei.
Panik überkommt mich. Pure Angst.
Mir geht die Kraft aus.
Ich kann nicht mehr …

Ich bleibe stehen. Mit klopfendem Herzen.
Machtlos, erschöpft. Sekundenlang, Minutenlang.
Die Angst im Nacken.
Nichts passiert.
Ich werde nervös und ärgerlich.
Blöde Angst, jetzt fall schon über mich her,
du siehst doch, ich habe aufgegeben.
Nichts passiert.
Schnaubend vor Wut, mit rasendem Puls,
drehe ich mich um.
Ich falle zu Boden, sinke in mir zusammen,
weine und weine.
Die Angst, derer ich mich ergab,
sie ist »nur« die WAHRHEIT.

„Himmel, was war das denn? Hab ich geträumt? Bin wohl eingeschlafen … Ich hab scheinbar noch einiges vor mir. Vor der Wahrheit Angst haben, puh … erst mal wieder richtig wach werden …“

„Liebe Fee, bist du ok? Du siehst ganz schön mitgenommen aus.“

„Nun ja, es ist schon sehr eigenartig im Traum zu träumen. Und dieser panische Traum, den kenne ich, der hat mich schon öfter die Nacht gekostet.“

„Du hast dich umgedreht, dich der Angst gestellt. Das ist bewundernswert. Schaffst du das im Leben auch?“

„Manchmal schon, ja. Interessant, darüber habe ich bisher nicht nachgedacht, ich habe mich immer nur auf diese Angst vor der Wahrheit konzentriert. Dabei … jetzt kommt es mir wie eine Erleichterung vor, da es um die Wahrheit geht, kann mir ja nichts passieren. Ich muss mich eben nur trauen, hinzusehen. Apropos, Flaumi, es glitzert hier soviel … Was ist das da hinten? Es sieht ähnlich aus wie eine Schriftrolle, aber da ist irgendetwas anders … Ich höre Musik …“

Herzensdank an

Nikos von zero-project.gr für die zauberhafte Musik | Lied Awakening aus dem Album fairytale

JR Korpa für das faszinierende Bild, welches mich sofort an dieses Kapitel erinnert hat



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